Es ist Zecken-Saison

Zeckenbiss - Ein Stich mit Folgen

Von Zecken übertragene Krankheiten haben in den vergangenen Jahren zugenommen.

Jedes Jahr führen die Stiche der kleinen Spinnentiere zu rund 10 000 Arztbesuchen. Zeckenstiche gelten als Unfälle und verursachen Kosten in Millionenhöhe. Zecken können Borreliose oder FSME (Hirnhautentzündung) auf den Menschen übertragen. Obwohl ein hundertprozentiger Schutz gegen zeckenübertragene Krankheiten nicht möglich ist, kann das Risiko eines Zeckenstiches schon mit einfachen Verhaltensweisen vermindert werden. (Quelle: suva)

Vor Zeckenstichen schützen

  • Meiden Sie Wald- und Wegränder bis auf 2000 m. ü. M., sofern die Temperatur über 8 Grad Celsius beträgt. Zecken halten sich typischerweise in Gestrüpp, Büschen, Blattwerk, Unterholz sowie auf Gräsern und Farnen auf - dies bis zu einer Höhe von 1,5 Meter über Boden.
  • Kleider als Zeckenschutz: Tragen Sie geschlossene, den Körper bedeckende, helle Kleidung. Auf hellen Stoffen sind Zecken besser zu erkennen. So können sie schnell entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangen und stechen.
  • Benutzen Sie für Haut und Kleider ein Zeckenschutzmittel.
  • Nach einem Aufenthalt im Wald, Unterholz und auf Wiesen sollte die Haut nach Zecken abgesucht werden. Besonders häufig stechen Zecken in die Kniekehlen, Leisten und Achselhöhlen. 
  • Zecke entfernen: Zecke direkt über der Haut mit Pinzette oder spezieller Zeckenzange fassen und senkrecht zur Hautoberfläche herausziehen. Stichstelle desinfizieren.
  • Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, sich beim Hausarzt oder in einer Apotheke impfen zu lassen (Erwachsene sowie Kinder ab 6 Jahren).
  • Ein Zeckenstich wird als Unfall eingestuft und die Behandlungskosten von der Unfallversicherung übernommen.
Hirnhautentzündung (FSME)

Bei 5 bis 15 Prozent der erkrankten Personen kommt es zu einer Hirnhautentzündung FSME. Starke Kopfschmerzen, manchmal Lähmungen und Bewusstseinsstörungen. Bei 1 Prozent der Erkrankten mit neurologischen Symptomen verläuft die Erkrankung tödlich.
Lässt sich nicht mit Antibiotika behandeln, nur mit einer Schutzimpfung verhüten.

Borreliose

Hautrötungen rund um die Einstichstelle. Grippeähnliche Symptome, Schmerzen, Gefühlsstörungen und Lähmungen an Armen und Beinen sowie im Kopfbereich.
Lässt sich mit Antibiotika behandeln.